Autsch

Am Montag ists dann passiert. Der Peter sieht Intervalle vor. 1.000 Meter, also kurze. Da jubelt mein Herz. 1.000m Intervalle gehören zu meinen allerliebsten!  Und dann noch knackig schnell! Einlaufen und schnell war der groove gefunden. Die Sonne schien, nichts konnte die Laune trüben!

Das erste Intervall, zusätzlich geht es, absolut zufällig natürlich, auch noch bergab, so dass ich die pace Vorgabe ohne Schnaufen locker unterschreite. Nach dem ersten Intervall kommt, Läufer wissen es, die erste Trabpause. Als ich da also so vor mich hinschaukel fällt mir etwas auf. Stein im Schuh? Schuh nicht fest genug? Autsch jedenfalls. Kurz angehalten, Stein nicht gefunden, Schuh trotzdem umgedreht. Fuß tut weh. Wirklich weh. Nach 10 weiteren Metern ist an ein Weiterlaufen nicht mehr zu denken. Ich kann den Flunken nicht mehr richtig abrollen. In keiner Position. Autsch!

Zurück nach Hause gehumpelt, nicht ohne die Blicke der Feldarbeiter zu bemerken, an denen ich wenige Sekunden vorher federleicht vorbeigeschnellt bin. Autsch.

Kühlen, hochlegen, Intervalle auf morgen verschieben – was solls.

Am nächsten Tag trifft mich beim aus dem Bett rollen fast der Schlag. Autsch.

Irgendwas stimmt nicht. Der Fuß ist dick und bläulich. Autsch.

So bin ich durch die Woche gehumpelt. Entsprechend schlecht gelaunt. Ohne Laufen – wen wunderts? Seit gestern hat sich der blaue Onkel etwas erholt. Auftreten geht. Nur bestimmte (absolut unnatürliche) Verrenkungen, die ich nur ausprobiert hab um mir zu beweisen DASS es noch weh tut, schmerzen noch. Heute möchte ich dem Flunken noch etwas Pause gönnen. Morgen soll dann ein kurzer, langsamer Lauf Gewissheit schaffen.

Ich fühle mich außerdem etwas niedergeschlagen, dass meine Laufserie so abrupt und so sinnlos vorbei war. So schnell kann es eben manchmal gehen. Über den Grund grübel ich heute noch. Die Schuhe sind altbewährt und haben mich schon durch viele Intervalle getragen. Die Strecke ist die übliche Hausrunde. Die Geschwindigkeit nicht ungewohnt. Ich kann mich nicht erinnern, umgeknickt oder ungeschickt aufgekommen zu sein. Der Schmerz war einfach da. Ohne offensichtlichen Grund. Das ist unbefriedigend und über alle Maßen frustrierend.

Wie dem auch sei – manchmal soll es einfach nicht sein.

So beende ich diese Woche mit süßen 9 Laufkilometern und (gefühlt) 20 Kilo mehr auf den Rippen. Letzteres ist dem Frustfuttern geschuldet. Schokolade, Kuchen und Kekse heilen eben die geschundene Läuferseele.

So, nachdem ich nun hier auch meine virtuellen Tränchen etwas vergossen habe, werde ich mir nun ein großes Stück Kuchen mit (Soja-) Latte Macchiato gönnen. Das allsonntägliche Kaffeeklatschen. Hurra!

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2 pensieri su “Autsch”

    1. Lieber Rainer,
      tatsächlich laufe ich seit dieser Woche wieder im normalen Plan. Für einen “richtigen” Blogbeitrag fehlt mir irgendwie noch die Inspiration. Aber die kommt beim Laufen ja meist recht schnell…
      Nun bleibt zu hoffen, dass der Fuß das auch mitmacht..

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