Affenzahn im Platzregen

Peter hatte heute etwas ganz besonderes für mich. Tempodauerlauf am Montag. Erstmal schreit mein verwöhnter Körper (mal wieder) auf. Montags ist doch ein langsamer Tag! Und dann will Peter nicht nur 18km Tempo, sondern 18km zwei verschiedenen Tempi (Tempos? Tempen?). Wir wechseln nämlich jeden km zwischen “echt flott” und “Affenzahn“.

In Gedanken hab ich mir schon ausgemalt warum das nix wird. Ich muss ja lange arbeiten! Dann saß ich ja schon 45km auf dem Rad (durch den Arbeitsweg) und überhaupt. Ists ja echt schwül! 

Ich hab mit mir selbst den Kompromiss geschlossen, dass ich die 9km “Hinweg” den Plan durchzieh wie Peter ihn will. Und perfiderweise muss ich danach eh nach Hause. Auf diese Art und Weise hab ich mich schon oftmals überlistet. Klappt immer wieder. Hihi.

Wie dem auch sei. Peter mag außerdem dass wir mit dem “Affenzahn“-Kilometer anfangen. Hu? Einfach so? Kalt aus der Haustür und los? Brennt bei dem die Hütte? Ok, Peter sagt, man soll vorher Seilspringen. Aber, auch wenn ich bekanntermaßen viel Unsinn mitmache, Seilspringen überschreitet bei mir eine Grenze. Irgendwann in der Grundschule hab ich mit mir selbst einen Pakt geschlossen: Seilspringen und ich kommen nicht zusammen. Meine Gehirn-Auge-Koordination ist dafür zu schlecht. Außerdem ist hier ein belebter Wohnblock. Ich kann mich doch nicht auf den Parkplatz stellen und Seilspringen, während mich die kleine Mädchen auslachen, weil ich nach 2 Hopsern in einer seltsamen Bondageposition auf dem Parkplatz liege.

Konsequenz: Kein Seilspringen. Einfach kalt in das Affenzahn-Tempo zu gehen ist auch keine Alternative. Was mach ich? Ich renn die Treppe zweimal rauf und runter. Wie Seilspringen. Nur ohne Seil. Und dafür mit Treppen. Close enough.

Auf gehts also. Schwül. Ekelig. Nach 3km kommt der Spaß. Irgendwie sogar sehr großer Spaß. Nach 10km ist der Spaß immer noch da und es kommt noch etwas weiteres dazu: Platzregen. Das macht dann noch mehr Spaß. Ich begegne einem anderen Läufer, der mich entgeistert anschaut als ich ihm über beide Ohren grinsend zuwinke. Dann beginnt aber ein unwohliges Grollen und Blitzen im Himmel. Woops. Naja, wie oben bereits beschrieben: Nach Hause muss ich eh. Also das Grollen ignoriert. Die Sintflut genossen, die sich wie aus Eimern über mir ergießt und schön laufen. Mal “ziemlich flott” mal “Affenzahn“.

Zuhause angekommen bin ich nass bis auf die Knochen. Aber wahnsinnig gut gelaunt. Nun schnell unter die Dusche. Dann wartet ein riesengroßer Teller Pasta.

Und die Erkenntnis des heutigen Tages?

Affenzahn ist gar nicht sooo schnell. Und ein Kilometer ist eigentlich ziemlich kurz. Gut so!

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