Die ersten 3 x 3.000

Ja, heute war es so weit. Von Freunden und Bekannten habe ich von Peters liebstem Folterinstrument schon viel gehört.

3 x 3.000m. 

Ich war nicht beeindruckt. Mit 1.500m Trabpause zwischen den Intervallen und 1km Ein- und Auslaufen komme ich auf niedliche 14km. Da hatten wir schon mehr. Und schneller. Und härter. Und überhaupt. Jede Menge Superlative jedenfalls.

Direkt nach dem Loslaufen waren die Beinchen schwer. Stress auf der Arbeit macht den Kopf langsam und legt offensichtlich auch die Beine lahm. Als es Zeit für die ersten 3.000 war, war ich innerlich schon auf dem Weg nach Hause. Aber egal.

“Nun hast du dich schon in die Shorts gequält, nun auf.” – Meisterin der Selbstmotivation am Werk.

Auf gings. Die ersten 2.000 meter waren gut. Mir fiel dann allerdings auf, dass 3.000 meter genau 1.000 meter länger ist, als meine üblichen langen Intervalle. Auch wenn ich jetzt vielleicht spoiler: Der letzte km auf jedem Intervall tat weh.

Die Trabpause tat gut. Und war auch genau 1km länger als meine üblichen Trabpausen. Nach 1.500 metern ist man schon fast wieder frisch, also wohooo, auf zu den nächsten 3.000.

Das hat Spaß gemacht. 

Vor den letzten 3.000 sah ich quasi die Stelle vor mir, auf der Peter schrieb dass man, egal was passiert (Meteoritenschauer, Eiszeit…) das letzte Intervall nicht auslassen soll. 50% des Leistungszuwachses passieren angeblich in eben Jenem. Ich hab es eigentlich schon beim Lesen als pure Motivationsblende durchschaut, trotzdem hat es mich motiviert. Ich hab mich quasi blenden lassen, obwohl ich mich dagegen gewappnet hatte. Mmmpff. Also wurde das letzte Intervall nicht ausgelassen, auch wenns bergauf ging.

Während ich da so aus dem letzten Loch pfeifend durch die pralle Sonne stiefel, überholen mich zwei ältere Herrschaften auf Rentner-Drohnen. “Ui, Sie sind ja schnell unterwegs, meine Güte” rief die Frau. Ob sie das nun nur gesagt hat, weil sie beim Angesicht meines tomatenroten Hauptes das Mitleid packte, oder ob sie tatsächlich dachte mein undynamisches “den-Berg-raufwackeln” wäre schnell kann ich an dieser Stelle nicht beantworten. Ich bin jedenfalls mindestens einige Zentimeter gewachsen. Wenns schon nicht zu olympischen Gold reicht, kann man wenigstens das eine oder andere Kompliment mitnehmen.

Zuhause gab es einen Berg Pasta. Belohnung muss sein.

3 x 3.000 meter ist nicht für Warmduscher. Weiß ich nun auch. Verzeihung an dieser Stelle an alle, die bei Erwähnung dieser Einheit von mir ein leichtes Nasenkräuseln als Antwort bekommen haben. Nehm ich zurück. Ihr seid Helden.

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3 pensieri su “Die ersten 3 x 3.000”

  1. Liebe Cornelia,

    Intervallttraining, habe ich auch schon mal von gehört. Dazu kann ich mich schlicht und ergreifend nie durchringen. Ich gehöre einfach zu Fraktion der Genussläufer 🙂

    Aber gut ist bekanntlich was hart macht 😉

    Trainierst Du konkret auf einen Lauf?

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Hallo Volker,
      ach, irgendwie bringt “sich schinden” manchmal auch Genuss, oder?! Vielleicht bin ich auch einfach masochistisch veranlagt.

      Derzeit trainiere ich hin auf den Bremen Marathon im Oktober. Ab nächstem Frühjahr sollen dann auch wieder die 100km fallen. Vielleicht utopisch, wenn ich bei 3×3 schon so rumjammer…. 😀

      Viele Grüße,
      Cornelia

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