Der Neue…

Seit langem laufe ich nun schon mit Hubert. Hubert war mein Trainer, mein Motivator und der Zähmer meines inneren Schweinehunds. Mit Hubert habe ich meinen ersten Volkslauf absolviert und er hat mich zu jeder PB meines bisherigen Läuferlebens geführt.

Die Rede ist natürlich vom legendären Hubert Beck. Seit Jahren folge ich seinen Plänen und war damit erfolgreich und habe Spaß am Laufen gefunden und Blut geleckt.

Aber nun soll es vorbei sein. Ich werde mich von Hubert trennen. Wir haben uns einfach zu sehr aneinander gewöhnt. Nach all den Jahren beisammen kenne ich seine Macken zu gut und er langweilt mich beizeiten, fordert mich gar nicht mehr richtig. Mir fehlt das Abenteuer, der Kitzel, die Romantik.

Auf der Suche nach einem Neuen, der mir geben kann, was ich bei Hubert vermisse fiel immer wieder ein Name: Peter Greif. Hart und erbarmungslos soll er sein, aber auch gleichzeitig motivierend. Das hat mich angesprochen. Das allermeiste Feedback was das Internet über seine Pläne ausspuckt ist positiv und da ein Testlauf auch bei Peter umsonst ist, hab ich beschlossen mich auf ihn einzulassen. Testweise. Prüfe wer sich binde.

28 Tage gibt Peter uns Zeit, einander zu beschnuppern. Dann erwartet er die erste Zuwendung von mir. Finanzieller Art natürlich.

Ab nächster Woche beginnt mein Training mit meinem neuen Coach und den Rest der Woche verbringe ich damit, die beiden Männer in meinem Leben zu jonglieren. Letzte Woche mit Hubert! Aber ich muss mich auch fertig machen für Peter. Wenn ich nun den langen Lauf, wie Hubert es will, am Sonntag mache, bin ich Montag nicht so fit für Peter. Urgh, so Dreiecksbeziehungen sind anstrengend. Als Kompromiss habe ich Huberts langen Lauf auf Samstag geschoben. Er wird es mir verzeihen.

Heute ging es dann noch einmal gemütlich über die Hausrunde. Peter sieht für jeden gemütlicheren Lauf über 40 Minuten ein kleines Schlussqualenprogramm vor. TestoT oder so. Da ich mich ab nächster Woche seinem Regime beugen werde, hab ich beschlossen mein Glück heute schonmal mit dem Rumgewetze zu probieren.

Erstes Problem: Wo zur Hecke macht man sowas? Ich möchte nur ungern meine Nachbarn scheu machen, indem ich wie eine besengte Sau durch die Nachbarschaft pese, zurücktrabe nur um nochmal loszudüsen. Das hier ist eine konservative Straße. Ich denke nicht, dass TestoT und “Peter hats gesagt” meine Nachbarn davon abhalten wird zu glauben ich hätte was verbrochen.

Ich hab mir den Zugang zu einem nahegelegenen Waldstück ausgeguckt. Und natürlich fing es an zu regnen. Als ob die Natur testen möchte, wie ernst ich es mit Peter meine. Aber ich meine es verdammt ernst. Also gehts los. Blöderweise liegt die Sprintrichtung so, dass mir der Wind in den Rücken weht. Was im Umkehrschluss heißt: Ich trabe dann erstmal 50 Meter im strömenden Regen gegen den Wind zurück. Aber Konsequenz heißt manchmal eben auch Holzwege zuende zu gehen.

Kaum bin ich zuhause, hört es übrigens auf zu regnen. Aber was solls. Ich hab Peter bewiesen dass ich es ernst meine. Und das sogar bevor unser Training offiziell beginnt.

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